Hochschule und Museum, ein Vertrag mit Zukunft

Montag, 08. April 2019, 18:34 Uhr
Schule und IFA Werk verbindet mehr als auf den ersten Blick sichtbar ist. Absolventen der ehemaligen Ingenieurschule prägten ab den 60iger Jahren in vielen Bereichen das Schlepper- und später das Motorenwerk. Mit der Neugründung der Hochschule waren es Ingenieure aus dem Motorenwerk die jetzt an der Schule lehren und ihr Wissen an die nächsten Generationen weitergeben. Viele Besucher des Museums haben ihre Wurzeln an der wichtigsten Nordhäuser Bildungseinrichtung und kommen deshalb gerne zu Besuch, um zu erfahren was aus ihre Schule geworden ist. Nicht wenige der heutigen Lehrer hatten in ihrer Jugend in der einen oder Form Kontakt mit dem größten Betrieb der Stadt. Es war deshalb an der Zeit die Zusammenarbeit mit einem „Vertrag über die Kooperation in der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung und Entwicklung“ auf eine neue Qualität zu heben. Das Museum gehört inzwischen zu den wichtigsten Fahrzeugmuseen Mitteldeutschlands und ist weit über die Region bekannt. Diesem Anspruch, fühlt sich der Verein verpflichtet. Das Museum braucht neue Ideen und neue Mittel um das vorhandene Wissen zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Verein sieht es als eine seiner Aufgaben an, nicht nur zu sammeln sondern zu lehren und weiterzugeben. Dazu braucht es wissenschaftlichen Beistand.
Die Hochschule Nordhausen bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an. Sie leistet Beiträge zur wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung in der Region und darüber hinaus. So sind Forschung und Entwicklung eng mit der Hochschullehre verbunden, auch in Form der Bearbeitung praxisrelevanter Themenstellungen durch Studierende. Dabei spielt das zukunftssichere Gebiet der Informatik eine besondere Rolle. Federführend an dieser Stelle ist das Institut für Informatik, Automatisierung und Elektronik, IAE. Die Vertragspartner identifizierten ein Projektthema, welches die Anliegen beider Seiten betrifft: ein MULTIMEDIA-GUIDE-SYSTEM. Dieses werden Studierende des Instituts IAE im Rahmen eines studienbegleitenden Praxisprojekts erstellen. Damit wird ein multimediales Tool zur Unterstützung von Ausstellungen und Präsentationen vorliegen, so auch für das IFA-Museum. Dem Museum steht damit ein System zur Verfügung, das die Museumsmitarbeiter, also die ehemaligen Motorenspezialisten, bei ihren Führungen durch die Ausstellung entlastet. Ein weiterer, sehr wertvoller Effekt durch das Kooperationsprojekt ist die Archivierung der Kenntnisse und Erfahrungen der älteren Motorenbauer. Und damit ist die Brücke geschlagen zwischen der Sicherung der Informationen über die regionale Industriegeschichte und der zukunftsorientierten Bildung.
Den Vertrag unterzeichneten:
der Präsident der Hochschule Nordhausen, Prof. Dr. Wagner
der Sprecher vom Institut für Informatik, Automatisierung u. Elektronik , Prof. Dr. Neitzke
der Vorstandsvorsitze des Vereins IFA Museum Nordhausen, Dipl. Ing (FH) Franke
Anwesend waren: Prof. Viehmann, IAE ; Dr. Buchham, IAE ; Herr Geiger, Verein IFA ; Herr Brandt, Verein IFA
Vertragsunterzeichnung (Foto: Emmelmann)

Projektteilnehmer Vertragsunterschrift (Foto: Emmelmann)