Sonderausstellung Landmaschinenbau

Freitag, 02. November 2018, 07:25 Uhr
Was wurde aus der einst stolzen Landmaschinenindustrie in Ostdeutschland ? Viele die ehemaligen Erzeugnisse waren jedem Kind bekannt. Namen wie Pionier, Famulus, E 512, ZT 300 oder W 50, wer kannte sie nicht ? Weniger bekannt waren da schon die Betriebe in denen sie gebaut wurden.
Ein Team von Fachleuten, Historikern und ehemaligen Technikern versuchte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Agrarmuseum Wandlitz dieser Frage nachzugehen. Entstanden ist eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte des ostdeutschen Landmaschinenbaus in der DDR bis 1990. Die Macher wollten aber nicht nur vergangenen nachtrauern sondern den Blick nach vorn richten und zeigen was der „neue Landmaschinenbau“ zu leisten vermag.
Das IFA-Museum Nordhausen präsentiert seit 6 Jahren selbst einen Teil dieser Geschichte.


Förderverein und Gemeinde Wandlitz waren nun bereit die Ausstellung in Nordhausen zu präsentieren.
Zur Eröffnung am 27.10.2018 kamen nicht nur über 100 Besucher sondern auch der auch der ehemalige Minister für Infrastuktur des Landes Brandeburg Reinhold Dellmann. Er berichtete über die Entstehung der Ausstellung und die Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Verein.



Besonderer Höhepunkt war der Besuch von Peter Scheuch aus Erfurt. Der Sohn von Egon Scheuch, dem Erfinder der Geräteträger, berichtete über seine Jugend in der Werkstatt seines Vater und die Widrigkeiten vom Beginn der Entwicklung in Trips und Erfurt bis zur ersten Landmaschinenmesse in Cottbus. Peter Scheuch ist übrigens auch ein Schüler der Landtechnik Nordhausen.
Das Bild zeigt den ersten "IFA-Maulwurf" von 1948.

Egon Scheuch erhielt 1958 für seine bahnbrechende Entwicklung aus den Händen von Wilhelm Pieck den Nationalpreis